Tipps rund um das Abschleifen von Parkett und Dielen mit Schleifmaschinen

Hier finden Sie Tipps, die es Ihnen ermöglichen, mit Parkettschleifmaschinen, Poliermaschinen und anderen Werkzeugen aus unserem Schleifmaschinenverleih sowie den passenden Materialien Ihren Holzfußboden wieder in „Form“ zu bringen.

An unserer über 20-jährigen Erfahrung möchten wir Sie selbstverständlich teilhaben lassen. Deshalb haben wir hier einige wichtige Antworten auf häufige Fragen unserer Kunden zusammengestellt. Weitere werden folgen…

Fugen und Holzkitt

Werden Dielen geschliffen, stellt sich häufig die Frage: Soll man bzw. kann man die Fugen verfüllen?

Unser Tipp: Lassen Sie die Fugen offen. Fugen gehören zu Dielen.

Holzkitt versprödet in kurzer Zeit. Da Dielen immer in Bewegung sind, würde Holzkitt bald wieder in Stücken herausbröseln. Machen Sie sich keine Sorgen, dass eventuell Schmutz durch die offenen Fugen von unten nach oben dringt. Da kommt nichts.
Also: Kratzen Sie die Fugen nach dem Schleifen der Dielen nur mit einem Stechbeitel aus. Saugen Sie die Fugen danach mit der Fugendüse gründlich aus und beginnen Sie mit dem Versiegeln.
Sollten Sie doch einmal eine Fuge haben, welche Sie unbedingt verschließen möchten, benutzen Sie Parkettacryl. Diese Fugendichtmasse ist dauerelastisch und hält deshalb deutlich länger.

Bei Holzkitt für Parkett hingegen sieht es anders aus.
Fest liegendes, verklebtes Massivparkett kann gut mit Holzkitt verfugt werden.
Dazu mischen Sie laut Anweisung auf der Holzkittverpackung Schleifstaub mit der Holzkittlösung und füllen Sie die Fugen Stück für Stück in mehreren Schichten.

Malerarbeiten - wann?

Was als erstes, Malern oder Schleifen des Holzbodens mit der Parkettscheifmaschine?

Diese Frage wird uns oft gestellt.

Schleifstaub bleibt, erst recht wenn sie eine Flex für die Randbearbeitung verwenden, nach dem Schleifen an den Wänden hängen.
Es handelt sich jedoch um einen sehr trockenen Staub, welchen Sie problemlos ohne Rückstände abfegen können. Selbst Schleifstaub von roter Fußbodenfarbe (Ochsenblut) läßt sich nach unserer Erfahrung rückstandslos von vor kurzem gemalerten, aber durchgetrockneten Untergründen entfernen.

Wenn Sie erst schleifen und dann malern möchten, sollten Sie bedenken, dass der Dielen- oder Parkettboden noch sehr empfindlich ist. Wenn Sie z.B. mit Aqualux versiegeln wollen, können Sie zusätzlich Vernetzer in der obersten Lackschicht benutzen. Sie erreichen dadurch schneller die Endhärte des Parkettlackes.
Trotzdem müssen Sie in jedem Fall vor dem Malern den kürzlich versiegelten Dielen- oder Parkettboden vollständig mit Papier zum Auslegen bedecken. Benutzen Sie keine Malerfolie. Legen Sie unter Leitern immer dicke Pappe.

Wozu ist eine Grundierung wichtig?

Früher wurden Holzuntergründe mit einer speziellen Grundierung behandelt.

Das ist heute nicht mehr notwendig. Für die erste Schicht können Sie bereits den Parkettlack verwenden.

Wir haben jedoch eine alkoholische Grundierung im Angebot, welche speziell für Wasserlacke entwickelt wurde.

Die Grundierung Isolante 65 hat folgende Eigenschaften.

  • - Sie trocknet sehr schnell. Das hat zur Folge,dass eine Diele aus Weichholz wie z.B. Kiefer und Fichte weniger aufquillt
  • - Die Grundierung feuert Nadelholz leicht an. Sie erhalten bei Dielen eine ganz leichte rötliche Betonung der Maserung
  • - Eichenparkett mit Isolante 65 grundiert und dann mit Wasserlack versiegelt, sieht einfach besser aus
Wie soll man Fertigparkett schleifen?

Fertigparkett besteht aus einer Nutzschicht, welche meist zwischen 2 und 3,5 mm stark ist, einer mittleren Trägerschicht und einem unteren Gegenzug.

Um so stärker die Nutzschicht um so geringer die Gefahr des Durchschleifens, das ist klar.

Obwohl Kunden oftmals Angst hatten auf der Trägerschicht anzukommen, ist das tatsächlich sehr selten passiert. Denn Sie schleifen nur ca. 0,5 bis 0,7 mm ab.
Bisher haben wir dafür immer eine Walzenschleifmaschine, also Lägler ELF oder Profit in Verbindung mit einer Poliermaschine vermietet.

Neuerdings bieten wir zum Schleifen von Fertigparkett auch die Lägler Trio an. Das ist eine Dreischeibenmaschine mit welcher die Gefahr des Durchschleifen weiter minimiert wird. Außerdem wird mit der Lägler Trio beim Schleifen die Gefahr von Vibrationen ausgeschlossen.
Denn in der Regel wird Fertigparkett schwimmend verlegt und ist nicht vollflächig mit dem Boden verbunden. Das kann beim Schleifen zu Vibrationen führen und diese können sich auf das Schleifbild auswirken.

Wofür ist ein Vernetzer notwendig?

Vernetzer können, müssen aber nicht, als Zusatz für einkomponentige Wasserlacke (in unserem Falle Aqualux) verwendet werden.
Die entsprechende Menge wird einfach in die Lackmenge für die letzte Schicht gegeben.

Mit Vernetzer Super Plus wird die mechanische Vollbelastung des Lackes bereits nach ca. 24 Std. erreicht.
Das ist besonders interessant, wenn schnell wieder eingeräumt werden soll.
Der Zeitpunkt der chemischen Vollbelastbarkeit verkürzt sich jedoch nicht (weiterhin 5-6 Tage).

Unter chemischer Belastbarkeit versteht man z. B. die Empfindlichkeit gegenüber Klebebändern, lackierten Papieren oder weichmacherhaltigen Belägen wie Antirutschmatten.
Abgesehen vom Zeitpunkt der Vollbelastung werden durch Vernetzer die mechanischen und chemischen Eigenschaften generell verbessert. Dazu zählen Abriebfestigkeit, Spuren- und Fleckenbeständigkeit.

Auch wenn Sie einen Boden nachversiegeln möchten, sollten Sie Vernetzer zur Verbesserung des Haftvermögens verwenden.

Nachversiegeln von mit Lack beschichteten Holzfußböden

Sie wollen einen Holzboden nur Nachversiegeln und nicht noch einmal die gesamte Fläche schleifen?

Das ist nur sinnvoll, wenn Parkett oder Dielen nicht schon an irgend einer Stelle durchgelaufen sind. Sie erkennen einen durchgelaufenen Boden daran, daß sich dort das bereits rohe Holz unschön verfärbt hat. Wir raten ihnen ab, solche Stellen partiell zu schleifen, denn der Farbunterschied zwischen neu geschliffenem Holzboden und der ungeschliffenen Umgebung ist gravierend.

Haben Sie das geschilderte Problem nicht, sollten Sie trotzdem einiges beachten. Zuerst einmal bleibt immer das Risiko, daß die neue Lackschicht nicht auf der alten hält. Wir geben dazu keine Garantie! Gute Erfahrungen haben wir aber bei Aqualux mit Vernetzer gemacht, unabhängig davon, welcher Lack vorher verwendet wurde.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

Entfernen Sie Pflegemittelreste per Grundreinigung. In Parkettpflegemitteln sind immer Wachse enthalten, welche als Trennmittel in diesem Fall kontraproduktiv sind. Nun schleifen Sie den Boden gründlich mit Bohnermaschine und Schleifgitter an. Achten Sie darauf, daß Sie die Lackschicht nicht durchschleifen. Saugen Sie gründlich ab. Sie verwenden zum Nachversiegeln am besten den erwähnten Einkomponentenwasserlack Aqualux in Verbindung mit Vernetzer, da dadurch das Haftvermögen verbessert wird. Wollen Sie zwei Schichten auftragen, sollten Sie auch zwei mal Vernetzer verwenden.

Grundreinigung und Nachölen von Holzfußböden ohne Abschleifen

Wurde ein geölter Parkettboden nicht regelmäßig gepflegt, sieht er irgendwann unerfreulich aus.
Das betrifft z. B. Laufstraßen, den Türbereich oder den Bereich unter der Sitzecke.
Im Gegensatz zum mit Lack versiegelten Boden können Sie einen geölten Boden ohne Abschleifen wieder in Form bringen, nachfolgend Tipps wie Sie vorgehen sollten:
Es empfiehlt sich vor dem Nachölen eine gründliche Grundreinigung mit Bohnermaschine und schwarzem Pad durchzuführen. Ein geeigneter Intensivreiniger ist z.B. die Pflanzenseife von Leinos.
Benutzen Sie keine normalen Haushaltsreiniger, da solche Reiniger das Öl zu stark aus dem Boden saugen.
Stellen Sie als erstes eine starke Seifenlauge her. Nehmen Sie für die Laugenherstellung nicht zu wenig Wasser. Sie wollen ja später genug verschmutzte Lauge aufnehmen können. Tragen Sie mit Schrubber und Wischlappen reichlich Lauge auf den Boden auf und beginnen Sie den Reinigungsvorgang mit Bohnermaschine und schwarzem Pad.
Die verschmutzte Lauge nehmen Sie bitte zügig mit einem Naßsauger (in unserem Maschinenpark vorhanden) auf. So erreichen Sie kürzere Trockenzeiten des Holzbodens. Reinigen Sie nun mit Schrubber Wischlappen und klarem Wasser nach. Die Seife muß restlos aufgenommen sein.
Lassen Sie den Holzfußboden gründlich (mindestens 24 Stunden) trocknen und arbeiten Sie das Öl danach mittels Bohnermaschine und Pad ein. Wir empfehlen dazu Leinos Hartöl Spezial oder Leinos Pflegeöl.
Beim Nachölen ist der Verbrauch an Hartöl natürlich geringer als bei der Erstanwendung auf einem gerade geschliffenen Holzboden.
Unschöne Stellen können übrigens auch partiell mit Öl nachgearbeitet werden.

Kosten - Selber Abschleifen oder eine Firma beauftragen?

Sie überlegen, ob Sie Ihren Dielen- oder Parkettboden selber schleifen sollten? Viele unserer privaten Kunden schleifen selber - und das hat u.a. auch preisliche Gründe.

Haben Sie vor eine Firma zu beauftragen, welche einen mit deckender Farbe gestrichenen Dielenboden abschleift und mit Parkettlack oder Naturöl versiegelt? Dann müssen Sie je nach Größe und Zustand der Fläche bei einem fachkundigen Handwerksbetrieb mit einem Preis ab 22,- € je Quadratmeter (zuzügl. 19% MWST) rechnen.

Möchten Sie einen Parkettboden, neue Dielen oder einen schon einmal geschliffenen Dielenboden renovieren lassen, wird es etwas preiswerter.

Wir vermitteln gern eine kompetente Fachfirma.

Sie möchten lieber Dielen oder Parkett selber schleifen und versiegeln?

Dann kommen auf Sie je nach Zustand des Holzfußbodens insgesamt Materialkosten von nur ca. 6.- bis 8.-€ / m2 zu schleifender Fläche (incl. MwSt) plus Mietkosten zu.

Selbst Schleifen und Versiegeln ist also eine sehr preiswerte Alternative zur Auftragsvergabe an eine Firma.

Terrassen und Gartenmöbel im Frühjahr

Kann man vergraute Terrassen und Gartenmöbel ohne Schleifen neu ölen?

Um die Spuren des Winters zu beseitigen, sollten Terrassen und Gartenmöbel zuerst gründlich mit einem Intensivreiniger von LEINOS von Schmutz und evtl. Pilz- oder Algenbefall befreit werden.

Ist das Holz bereits vergraut, kommt LEINOS-Entgrauer zum Einsatz.

Nach gründlichem Trocknen ist ein Nachölen mit einem Terrassenöl erforderlich. Speziell für alle unbehandelten oder geölten Hölzer im Außenbereich, insbesondere aber für Teakholz, ist das LEINOS-Teaköl geeignet.
Da der Klassiker unter den Pflegeprodukten nicht-schichtenbildend ist, erhält er die lebendige Oberfläche des Holzes sowie die Farbgebung, da das Öl bewusst über keinen Pigment-Zusatz verfügt und dadurch keinen UV-Schutz enthält.

Einen UV-Schutz bekommen Gartenfreunde hingegen mit dem in drei Farbtönen (bräunlich, rötlich, farblos) erhältlichen Naturholzöl von Leinos. Dieses verleiht den Hölzern außerdem eine Tiefenimprägnierung und bewahrt ihre natürliche Elastizität.

So ist das Mobiliar für den Außenbereich ausgezeichnet gegen die Unbilden des Wetters geschützt und der Sommer kann kommen.

Das Einfärben / Kolorieren von Dielen

Sie wollen Ihre Dielen farblich gestalten?

Für das Kolorieren von Holzfußböden bieten wir drei verschiedene Produktgruppen an:

(1) Colorhit - eine Farbbeize auf Wasserbasis für die nachfolgende Versiegelung mit Wasserlack

(2) Leinos Hartöl farbig für die nachfolgende Versiegelung mit Naturharzhartöl

(3) Lauge in transparent, weiß oder grau - ebenfalls für die nachfolgende Versiegelung mit Naturharzhartöl

Wichtig für ein gutes Ergebnis beim Einfärben ist die Qualität des Schliffs, denn alle nach dem Abschleifen noch vorhandenen Schleifspuren markieren sich nach dem Einfärben.
Diese Gefahr besteht besonders stark im Randbereich.

Bearbeiten Sie also nach dem Schleifen mit der Parkettschleifmaschine ELF 200 den Randbereich besonders sorgsam mit den Randschleifern Viking Örebro, Lägler Elan oder Festool Rotex. Danach sollte ein Feinschliff mit einer Einscheibenmaschine und Schleifgitter erfolgen.

Oder Sie nutzen gleich unsere Dreischeibenmaschine Lägler Trio. Diese Parkettschleifmaschine ist besonders leicht zu bedienen, da Sie mit ihr richtungsfrei schleifen können. Ein Feinschliff mit der Einscheibenmaschine ist nach dem Arbeiten mit der Trio nicht notwendig. Die Oberfläche ist bereits perfekt für das Einfärben.

Küchenboden: Ölen oder Lackieren?

In einer gut genutzten Küche wird der Boden durch Wasser und Schmutz stark belastet, besonders im Bereich der Spüle und des Herdes.
Deshalb ist für eine Küche eine offenporige Versiegelung mit Fußbodenöl eher die zweite Wahl.
Wir empfehlen zum Versiegeln der Küche einen Lack auf Ölbasis an. Den Öl-Urethanlack Policarver gibt es bei uns in drei Glanzgraden. Die supermatte Variante Policarver/10 sieht aus wie Öl, ist es aber nicht. Sie haben keine ständigen Wasserflecken und es läßt sich besser reinigen, da der Holzboden beschichtet ist.
Sie können gern alle anderen Böden der Wohnung ölen. Optisch wird man keinen großen Unterschied bemerken.

Abschleifen von neu verlegten Dielen - ist das notwendig?

Muß eine neu verlegte Diele vor dem Versiegeln unbedingt geschliffen werden?
Rohe Dielen sind, auch wenn sie bereits vorgeschliffen verlegt werden, extrem empfindlich und verschmutzen beim Verlegen. Auch ist ein leichter Versatz der Dielen untereinander kaum vermeidbar.
Öfter kommen Kunden zu uns und möchten deshalb den Boden vor dem Versiegeln mit Einscheibenmaschinen und Schleifgitter in Ordnung bringen. Das klappt leider nicht. Sie benötigen auch für das Abschleifen neu verlegter Diele eine Walzenschleifmaschine ELF 200 oder Profit oder eine Dreischeibenmaschine Trio .
Das Schleifen geht aber schnell und Sie brauchen nur wenig Schleifmaterial, da Sie bereits mit einer feinen Körnung anfangen (K40 oder K60). Nur so ist der neue Dielenboden für eine nachfolgende Versieglung perfekt vorbereitet.